mercoledì, dicembre 13, 2017

Der Spiegel "Die Geschichte dieses Jahres"

  Die “Business Week” hatte versucht das künftige Jahr zu prognostizieren. “Der Spiegel” nun nahm sich das Jahr vor, das jetzt abläuft. Bekannte Informationen mit der Ausnahme, dass gescannte Filmschauspieler digital in ihrer Topform über Jahrzehnte hinweg in weiteren Filmen spielen können. Das war mir neu.

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lunedì, dicembre 11, 2017

The Year Ahead 2018

 
Die Ausgabe der “Business Week” ist US-zentriert und die meisten Beiträge sind für Europäer eher unbedeutend. China hat wieder einige Anzeigen geschaltet. Die Standard Chartered Bank beschreibt in den höchsten Tönen die von Xi Jinping angestoßene Initiative Belt and Road trade and development, die sechs Wirtschaftskorridore umfasst und 63 Prozent der Weltbevölkerung in 60 Ländern. Gigantisch. An der Finanzierung werden die Banken ihren Spass haben. Dass Deutschland sich nicht stärker hinein hängt, aber dessen Bedeutung ist gesunken.
Vorgestern gab es in unserer italienischen Zeitung einen Bericht über die Panne der Bahn auf der neuen Strecke Berlin-München. In diesem Zusammenhang wurden die Bau-Verzögerungen bekannter Großprojekte in Deutschland erwähnt mit der Schlussfolgerung, dass, obwohl sich Italien lange Zeit danach gesehnt hat, die Organisation, Präzision, Disziplin und Schnelligkeit der Deutschen zu übernehmen, es nun darauf hinausläuft, dass Deutschland Italien immer ähnlicher wird.
Doch zurück zur “Business Week”. Sie meint, 2018 wird die Weltwirtschaft weiter wachsen, es sei denn, jemand stellt etwas gewaltig Dummes an.
Commercial Spaceflight gets real”.
Das kann interessant werden. Aber dann wiederum: Es bleibt bei Jeff Bezos Blue Origin, Elon Musks SpaceX und Richard Bransons Virgin Galactic. Sie geben auch 2018 die Musik vor.



Mobile”
Wenn man einen Film in einer Sekunde downloaden will, braucht man 5G. Für das Internet of Things mit hunderttausenden von Sensor-Verbindungen ebenso für die von Smart Cities ist das System erforderlich. Und es wird teuer.
Alles andere ist auch voraussehbar. Elektrozapfsäulen zum Beispiel. Die werden in jedem Land benötigt. Und mein persönlicher Wunsch: Die Freigabe von Joints in jedem Land und meine Aktien sollten weiter steigen.
Dann sähe 2018 doch vielversprechend aus.



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domenica, dicembre 10, 2017

Der Spiegel v. 2.12.2017


Verlierer an die Macht”

Unter diesem Motto steht die Ausgabe des letzten “Spiegel” mit zerknautschten Merkel und Schulz auf dem Titelblatt. Es sieht auch nach einer zerknautschten Großen Koalition aus. Politik, so wie sie sich darstellt, ist aus der Zeit gefallen, anachronistisch und daher zu langsam. Sie muss digitalisiert werden. Und wenn die Politiker nicht mithalten, in die Hofkolonne mit ihnen.
Im Beitrag “Die Vergessenen” beschreibt der “Spiegel”, wie vernachlässigt sich die Verletzten und Hinterbliebenen des Attentats auf dem Berliner Weihnachtsmarkt fühlen. Seltsam, dass die Bundeskanzlerin nicht zur Chefsache gemacht hat, sich um diesen Personenkreis zu kümmern. Aber auch die Behörden, an die sich die Personen gewendet hatten, gaben den Eindruck wider, dass so ein Attentat und dessen Auswirkungen zum Alltag gehören und  im Widerspruch dazu existieren noch keine behördlichen Abläufe. Eine unsägliche Dichotomie.
Was mich nicht stört wäre eine Unsensibilität gegenüber den Opfern. Empathie und Einfühlsamkeit kann man nicht aus dem Hut zaubern. Aber Prozeduren müssten das abfangen und dafür sorgen, dass die Betroffenen sich nicht allein gelassen fühlen. Und ich frage mich, wozu studieren Leute Gesellschaftswissenschaften wie Soziologie, wenn sie so etwas wie das Beschriebene nicht in den Griff bekommen?



Und Siemens hat vor, so gibt es ein anderer “Spiegel”-Beitrag wider, zumindest eine Fabrik in Görlitz zu schließen, ein Werk, das Gasturbinen für Kraftwerke produziert. Die Leute vom “Spiegel” werfen Joe Kaeser, dem Boss vor, keinen Plan B entwickelt zu haben. Ich will mir nicht anmaßen, Vorschläge zu unterbreiten, welche Produkte statt dessen in dem Werk von den gleichen Leuten hätten hergestellt werden können.





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sabato, dicembre 09, 2017

Scientific American, November 2017




Enthält wieder einige interessante Artikel. Ein paar sind schwierig aufzudröseln. Doch gehen wir der Reihe nach:

How to make a conscious meter”.
Mit Hilfe eines Conscious Meters soll herausgefunden werden, ob ein im Koma befindlicher Patient noch denken kann. Es wurden einige Technologien ausprobiert wie das Elektroenzephalogramm (EEG). Je höher die Frequenzen, desto größer die Wahrscheinlichkeit dass Bewusstseins im Menschen vorhanden ist. Nur lässt sich dies nicht verallgemeinern.
Patienten mit Hirnverletzungen, Entzündungen, Personen, von denen man nicht weiß, ob sie eines Gedankens fähig sind, kommen für die Untersuchungen in Frage. Einige befinden sich in einem vegetativen Stadium (unresponsive wakefulness syndrome (UWS). Dann die mit minimalem Bewusstsein (minimal conscious state (MCS).
Was ist nun die neueste angewandte Technologie, um Bewusstsein aufzuspüren? Transcranial Magnetic Stimulation (TMS). In das Gehirn wird ein Stromstoß gejagt. Die Reaktion des Gehirns darauf wird mit Hilfe einer EEG-Kappe eingefangen und mit einem ZIP-Algorithmus (ähnlich wie der, mit dem ZIP-Files zustande kommen) in einen Perturbational Complexity Index umgewandelt wird. Wenn dieser 0 anzeigt, fehlt das Bewusstsein. Je höher er liegt, desto mehr kann man auf Bewusstsein schließen.

The next big Bang”
Damit ist nicht der von vor 14 Milliarden Jahren gemeint, sondern ein Vulkanausbruch. Der Beitrag bezieht sich auf den von Mount St. Helens aus dem Jahr 1980, dem 57 Personen zum Opfer fielen. Seismologen haben sich den Vulkan vorgenommen, um besser verstehen zu können, wie es zu diesen heftigen Eruptionen kommt. Ich möchte nun nicht lang und breit darstellen, was für Mineralien zu welchen Zeitpunkten eine Rolle spielen. Nur so viel: Andesites, Dacites, Potassium, Silica sind dabei.
In 80 km Tiefe wird unter dem Mount St. Helens mit Hilfe von Meerwasser Magma erzeugt, das in einem unterirdischen Reservoir gespeichert über Verbindungskanäle in andere Speicher aufsteigt. Dort entsteht ein gewaltiger Druck, der sich irgendwann an der Erdoberfläche entlädt. Simpel.
Herauszubekommen, wann der nächste Ausbruch stattfindet, ist work in progress. Durch das Projekt Imagining Magma under St. Helens iMUSH wurde das oben erwähnte Resultat ermittelt. Leider steht in dem Artikel nur, dass man Seismometer und Bohrlöcher dazu benötigte, und ein paar Explosionen in den Bohrlöchern. Im Grunde bin ich nun genau so schlau wie vorher.

Gone fishing”
Dies tangiert jeden, der sich einmal für das Angeln interessiert hat oder noch immer interessiert. Ich selbst war einmal im Angelsportverein “Früh Auf”, machte die Anglerprüfung, bekam den Angelschein und suchte den Abschnitt der Trave auf, den der Verein mit neuen Fischen bevölkerte. - In meinem ersten Job in Michigan bei der Dow Chemical traf ich einen deutschen Angler, der in Hamburg-Bergedorf gewohnt hatte. Mit dem zog ich dann los, um im Chippewa und im Tittabawassee Hechte zu angeln. Angelruten gab es in jedem Supermarkt und man angelte mit Blinker und künstlichen Würmern. Die Flüsse waren romantisch, sie wurden wenig frequentiert. Hin und wieder sah man zwei Männer mit einem mit Echolot ausgestatteten kleinen Motorboot und einem Kasten Bier in Flussmitte sitzen.
Zurück zum Artikel. Der Autor, ein Science Schriftsteller, bemängelt, dass Fische von der Regierung in Flüsse gesetzt werden, und dort nicht heimisch sind. Daher bestünde die Gefahr, dass die heimischen von den fremden Fischen dezimiert werden. Der Autor führte einige Beispiele auf. Was mich aussen vor lässt, sind die Namen der Fische, und ich habe keine Lust, nach ihnen zu googeln. Hier einige davon: Steelhead, Walleye (das weiss ich; Zander), Largemouth Bass (bass = barsch), Brook Trout (trout = Forelle), Rainbow Trout (Regenbogenforelle), New Hampshire Silver Trout, Miller Lake Lamprey, California Golden Trout, Yellowfin Cutthroat Trout. Einige der Fremdfische fressen Kaulquappen. Dort gibt es keine Frösche mehr. Also, Flüsse nur mit heimischen Fischen nach bevölkern.

The radical Groundwater Storage Test”
Vor einigen Jahren wurde Kalifornien von Dürre heimgesucht und die Farmer bohrten sich gegenseitig das Wasser ab. Über diese Zeit fällt mir eine meiner Kurzgeschichten ein. Inzwischen ist die Dürre in Feuchtigkeit umgeschlagen, jedoch die Gefahr, dass die Trockenheit zurückkehrt besteht weiterhin. Obwohl Flüsse und Seen zur Zeit gut mit Wasser versorgt sind, bleibt der Stand des Grundwassers besorgniserregend; denn wenn noch mehr Grundwasser gepumpt wird, werden auch Flüsse und Seen weniger Wasser führen.
Diesem Problem wird dadurch bei gekommen, indem  man in Projekten testweise Wasser auf Äcker lenkt, in denen es versickert. Anbauflächen mit bestimmten Pflanzen haben sich als dafür nutzbar erwiesen. So wird mit hoher Intensität versucht, den Grundwasserspiegel zu erhöhen. Die Aussichten sind gut.

Measuring Beauty”
In der Teilchenphysik werden Beauty-Hadrons gemessen, um von dort aus auf unbekannte Partikel zu schließen, die benötigt werden, um die Weltformel zu vervollständigen.
Die Standardformel mit den bisher entdeckten Teilchen und den darauf einwirkenden Kräften, beschreibt nur teilweise, wie sich das Universum aufgebaut hat.  Das Standard Modell hat Lücken. Wie wäre es sonst zu erklären, dass die Antimaterie, welche bei der Entstehung des Universums zu gleichen Teilen wie die Materie vorhanden war, verschwunden ist? Und das Higgs Boson sollte lt. Standard Model schwerer sein, als es in Wirklichkeit ist. Keine Ahnung, ob das Standard Modell nun im Physikunterricht gelehrt wird. Aber hier ist es:
Fermions:
  1. Generation: Quarks (up, down)
  2. Generation: Quarks (Charm, Strange)
  3. Generation: Quarks (Top, Beauty)
   1. Generation: Leptons (Electron, Electron Neutrino)
   2. Generation: Leptons (Muon, Muon Neutrino)
   3. Generation: Leptons (Tau, Tau Neutrino)
Bosons:
   Photon, Gluon, Z-Boson, W-Boson, Higgs

Muss man das wissen? Vermutlich. Auf jeden Fall der Autor dieses Beitrags, der mit einem neuen Projekt, LHCb (Large Hadron Collider beauty) genannt, versucht, fehlende sub-atomare Partikel aufzuspüren. Jetzt wird es kompliziert. Es geht um Virtuelle Partikel, die von dem Physik-Theoretiker Richard Feynman in einem Diagramm dargestellt wurden. Ich lasse es dabei bleiben. Während der Autor es vielleicht ansatzweise versteht, ist bei mir Hopfen und Malz verloren.
Das Projekt LHCb läuft mit Hilfe einer kleineren Installation, die sich neben dem CERN befindet. Durch ihren Beschleuniger werden Beauty Hadronen erzeugt, die in andere Partikelarten zerfallen. Der LHCb-Detektor prüft, ob sich unbekannte unter diesen befinden, welche das Standard-Modell vervollständigen könnten.

The War on Slime”.
Kampf dem Biofilm. Ein Zusammenschluss schädlicher Bakterien, der Patienten in Krankenhäusern dahin rafft. Er befindet sich auf medizinischen Instrumenten, Kathetern, Prothesen, künstliche Herzklappen etc. Mikroben kommunizieren miteinander, nähren sich gegenseitig und verstecken sich in einer Matrix. Docken zu viele Bazillen an, verständigen sie sich untereinander und gründen Matrix-Ableger. Es gilt nun, diese Matrix aufzubrechen, um ihre Resistenz gegen Antibiotika abzuschalten. Es laufen vielversprechende Versuche.







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venerdì, dicembre 08, 2017

Kognitive Verarbeitungsgeschwindigkeit (cognitive processing speed)


Ich fühle mich zwar wie 18, bin aber bald 80. Irgendetwas stimmt nicht mit dieser Annahme denn ich habe noch einen Haufen von Zeitschriften und Magazinen, von Büchern gar nicht zu reden, die ich lesen und kommentieren möchte und nicht durchgearbeitet habe.

Ich kam zu dem Schluss, das die Verarbeitungsgeschwindigkeit meines Gehirns nachgelassen hat. Und ich googelte nach slow processing speed; denn auf englisch bekommt man im Schnitt die besten Informationen.

Herausgefunden habe ich nur, dass man sich bei Kindern Sorgen macht, wenn sie Informationen zu langsam verarbeiten. Bei alten Personen scheint es egal zu sein. Ich persönlich meine: Aufgrund der nachlassenden Plastizität eines alten Gehirns und der kontinuierlichen Dezimierung seiner Neuronen, wird auch dessen Verarbeitungsgeschwindigkeit darunter leiden. Kein Wunder, wenn sich bei mir das Lesematerial stapelt.

Oder liegt es daran, dass ich zuviel im Second Life bin, und/oder dass ich jetzt mehr Zeitschriften lese als früher? Vielleicht liegt es an allem.

Auf jeden Fall werde ich meinem Arzt beim nächsten Besuch löchern, ob ich mich irgendwo einem psychologischen Test unterziehen kann, um zu sehen, ob die Verarbeitungsgeschwindigkeit meines Gehirns bezogen auf mein Alter in der Norm liegt. Ich hätte gern, sie läge darüber.

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mercoledì, dicembre 06, 2017

Strom knapp kalkuliert und BitCoin

Ferrara, Blackout
Wenn in unserer Provinzhauptstadt die Weihnachtsbeleuchtung erstrahlt, bricht das Stromnetz hin und wieder zusammen. Geschäftsinhaber finden das nicht so gut. Zum einen, sehen die Kunden keine Verkaufsobjekte, zum anderen sind die POS-Terminals außer Betrieb, und es dauert Stunden, bevor das Licht wieder angeht.
Jetzt stelle man sich vor, es würden Elektrofahrzeuge angeschafft. Italien besitzt einen Vorteil gegenüber Deutschland: Die meisten Personen wohnen in Privathäusern und können ihr Fahrzeug in einer Garage aufladen, wenn das Stromnetz dies aushält. Dann hört es aber schon auf.

BitCoin auf 12.000 US-Dollar

Vier der zehn BitCoin-Schürfer stehen auf einem Regal in Aldos Tabakladen. Sind nur noch Dekoration; denn, so sagt Aldo, es würde jetzt vierzig Jahre dauern mit seinem Instrumentarium den Algorithmus der Blockchain zu knacken, um ein BitCoin zu erzeugen. Inzwischen müssen Serverfarmen her und dort aufgestellt werden, wo es billigen Strom gibt, wie zum Beispiel in der Mongolei.


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sabato, dicembre 02, 2017

Etwas über China

Ein Dorf erfindet sich neu
China schaltet Anzeigen. In der “Business Week” stand wieder eine unter “From Poverty to Prosperity.” Nach einer Flut, die das Dorf Tangyue heimsuchte und zerstörte, besannen sich die Einwohner und gründeten eine Kooperative, welche ihr Einkommen spürbar erhöhte. Es steigerte sich im Durchschnitt von umgerechnet 613 auf 1530 Dollars im Jahr. Wenn man bedenkt, wie viel Milliardäre es in China bereits gibt, lässt dies doch die Kluft zwischen arm und reich bei uns in Europa lächerlich erscheinen.
Interessant war noch folgendes: Die Kooperative teilt den Profit nach folgendem Schlüssel auf: 30 % für das Dorf, 30 % für die Kooperative und 40 % für das Mitglied. Die Leiter des Dorfes werden periodisch benotet. Leistungsträger werden belohnt, Slacker bestraft. Aus dem Beitrag geht nun nicht hervor, wie die Strafe aussieht.

Profitable Elektro-Fahrzeuge
Gibt es zur Zeit nur in China. Während Elon Musk scheffelweise Geld verbrennt, macht Wang Chuanfu (da fällt mir doch glatt Doktor Fumanchu ein, lol) mit seinem Unternehmen BYD Co. Profit. Warren Buffet hat sich mit 10 % daran beteiligt. Und der Mann hat einen guten Riecher. Seit August sind die Aktien um 44 % gestiegen. Wangs Elektrobusse sind in 200 Städten rund um den Erdball im Einsatz. Warten wir es ab, wie das Rennen zwischen Musk und Wang ausläuft.
Und der Rolls-Royce Phantom wurde für 450.000 Dollar (geht ja noch :-)) neu aufgelegt.



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Schönschrift, Censis

Macht Schönschrift intelligenter?
Obwohl ich unsere Tageszeitung “il Resto del Carlino” informativ und ausgewogen finde, lese ich auch in ihr hirnrissige Artikel, die sich über zwei Seiten erstrecken. So einen wie: Abbiamo perso la calligrafia (wir haben die Schönschrift verloren). “Mit der Hand schön schreiben erhöht die Intelligenz”. Und das in unserer Zeit. Es ist noch eine Latenz vorhanden, bevor Babies mit einem Smartphone ausgestattet sind. Aber die bekommen wir auch noch weg. Schönschrift kannst du auf den Müll der Geschichte deponieren.

Censis
Die 51. Ausgabe der jährlichen italienischen Umfrage über die soziale Situation des Landes fand ihren Weg in die Zeitungen. Und es sieht nicht gut aus.
Seit 2007 hat die Anzahl der Personen, die in absoluter Armut leben um 165 % zugenommen.
Institutionen inklusive Gewerkschaften kümmern sich mehr um Alte als um die Jungen. Aus dem einfachen Grunde: Alte gibt es mehr, Junge weniger.
Es herrscht ein allgemeiner Verdruss gegenüber Politikern, die sich in ihren Aktionen von den Bedürfnissen der Bevölkerung abgekoppelt haben.
Die Mittelschicht der Bevölkerung löst sich auf in Experten und Arbeiter, deren Qualifikation, verstärkt durch den Zuzug von Flüchtlingen aus Afrika, abnimmt.
Dieses Auseinanderdriften wird sich verstärken in dem vermeintlich Qualifizierte in die Bedeutungslosigkeit abrutschen; denn sie sind in ihrer Weiterbildung nicht schnell genug.
Ich sehe es ja an mir: Wenn man nicht jeden Tag büffelt und das Gelernte im Job ausprobieren und anwenden kann, ist man weg vom Fenster. Ich kann es mir erlauben; denn ich gehöre zu den Alten; doch was ist mit den Jungen, die NEET (not engaged in education, employment or training = non impegnate nello studio né nel lavoro né nella formazione)?
Ich las, dass es eine Maker Faire in Rom gab. Vielleicht gibt es noch eine in Mailand und in Bologna. Was ich vermisse, sind Gruppen in jeder Stadt, die sich mit Digitalisierung beschäftigen. Es ist unerlässlich, die zu gründen, wie sonst kann man gegen andere Länder bestehen, die auf diesem Weg weiter vorangekommen sind? Gäbe es so eine Gruppe in der nächsten Stadt, das wäre Finale Emilia, wäre ich sofort dabei.


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